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Attributesystem Wintersport

Hauptattribut 1 - „Olympische Erfolge 2022“ arrow_drop_down

Die Daten werden in Abstimmung mit dem DOSB durch die Geschäftsstelle der PotAS-Kommission erhoben und nach den Olympischen Spielen 2022 in das PotAS-Datenmanagementsystem eingegeben. Die Spitzenverbände müssen dieses Hauptattribut NICHT eintragen.

  • Prozentualer Anteil der erreichten Punktzahl für die Platzierungen 1 bis 8 bei den Olympischen Spielen 2022 im Verhältnis zu der erreichten Punktzahl der besten drei Nationen in dieser Disziplin (= 100 %)

Hauptattribut 2 – „Qualifikation für die Olympischen Spiele 2022“ arrow_drop_down

Die Daten werden in Abstimmung mit dem DOSB durch die Geschäftsstelle der PotAS-Kommission erhoben und nach den Olympischen Spielen 2022 in das PotAS-Datenmanagementsystem eingegeben. Die Spitzenverbände müssen dieses Hauptattribut NICHT eintragen.

  • Individualsportarten: Prozentualer Anteil der erreichten Quotenplätze in Relation zu den maximal erreichten Quotenplätzen der besten Nation der Disziplin bei den OWS
  • Mannschaftssportarten: Qualifikation der Nationalmannschaft für die Olympischen Spiele 

Hauptattribut 3 - „Vorolympische Erfolge“ arrow_drop_down

Die Daten werden in Abstimmung mit dem DOSB durch die Geschäftsstelle der PotAS-Kommission erhoben und in das PotAS-Datenmanagementsystem eingegeben. Die Spitzenverbände müssen dieses Hauptattribut NICHT eintragen.

  • Prozentualer Anteil der erreichten Punktzahl für die Platzierungen 1 bis 8 bei vorolympischen Wettkämpfen im Verhältnis zur erreichten Punktzahl der besten drei Nationen in dieser Disziplin (=100 %)
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Hauptattribut 4 - „Kaderpotenzial“ arrow_drop_down

Die Dateneingabe erfolgt durch die PotAS-Geschäftsstelle unter Verwendung eines objektiven Datenbanksystems eines externen Dienstleiters sowie einer vom DOSB zur Verfügung gestellten Olympiakaderliste. Die Spitzenverbände müssen dieses Hauptattribut NICHT bearbeiten.

  • Die Einschätzung des Kaderpotenzials erfolgt zum einen anhand von Leistungsentwicklungen, die mit dem Tool „Gracenote“ nachvollzogen werden. Zum anderen werden Weltranglistenplätze betrachtet und ob der Verband in den jeweiligen Disziplinen OlympiakaderathletInnen hat.

Hauptattribut 5 - „Nachwuchsmanagement“ arrow_drop_down

Sportliche Erfolge von morgen beruhen auf einem Nachwuchsmanagement, das einerseits einen orientierenden Gestaltungsrahmen definiert und andererseits variable, zumeist sportartspezifische Gestaltungsmöglichkeiten vorhält. Die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation einer fundierten und langfristig angelegten Strategie für den Nachwuchsleistungssport bedingt aus einer wissenschaftlichen und einer Verbandsperspektive, dass Konzeptionen, Maßnahmen und Kriterien für sportliche Talente vorab entwickelt, mit und durch qualifizierte TrainerInnen ausgewählt und gefördert sowie mit den Beteiligten im Nachwuchsbereich regelmäßig abgestimmt, bewertet und weiterentwickelt werden. 

Hauptattribut 6 - „Trainings- und Wettkampfmanagement“ arrow_drop_down

Sportliche Spitzenleistungen in allen Altersklassen beruhen auf einem Trainings- und Wettkampfmanagement, das auf der Grundlage einer Rahmentrainingskonzeption und spezifischen Diagnostik eine zielgerichtete individuelle Leistungsentwicklung ermöglicht, von qualifizierten TrainerInnen verantwortet und systematisch begleitet, erfasst und ausgewertet wird. Die Evaluation des Trainings- und Wettkampfmanagements orientiert sich an der regelmäßigen Analyse der internationalen Entwicklungstendenzen.

Konkret wird geprüft, ob es verbandsseitig konzeptionelle und inhaltliche Überlegungen zu den aufgeführten Komponenten gibt, die mindestens verbandsintern zugänglich sind und die einen koordinierenden Einfluss für die Entwicklung der Sportart beziehungsweise die einzelnen Sportlerinnen und Sportler haben. Dabei ist eine theoretisch-inhaltliche Konzeption ebenso wie Umsetzungsüberlegungen beziehungsweise -programme zu berücksichtigen und nachzuweisen.

Hauptattribut 7 - „Verbandsführung Leistungssport“ arrow_drop_down

Die Qualität der Verbandsführung Leistungssport ist abhängig von der Führungsstruktur des Verbandes und der Qualität des agierenden Personals – im Hauptamt wie im Ehrenamt.

Das DOSB-Konzept zur „Professionalisierung des Leistungssportpersonals der Olympischen Spitzenverbände“ markiert die hierfür erforderlichen Eckpunkte.

Personalauswahl, Personalentwicklung und Personalqualifizierung sind wesentliche Elemente anforderungsgerechter Stellenbesetzung. Die Vergütungskonzeption für haupt- und nebenamtlich zu besetzende Stellen beeinflusst die Attraktivität der jeweiligen Stelle sowie die Zufriedenheit der MitarbeiterInnen.

Good Governance-Regeln einschließlich einer sportartspezifischen Risikoanalyse sollen Integrität und Transparenz der Verbandsführung sicherstellen.

Die SportdirektorInnen und die BundesstützpunktleiterInnen sind in herausgehobener Verantwortung der leistungssportlichen Verbandsführung sowie der Umsetzung der leistungssportlichen Richtlinienkompetenz überall dort, wo BundeskaderathletInnen und perspektivreiche Nachwuchskader trainieren.  Verbandsordnungen und regionale Zielvereinbarungen regeln die hierzu erforderlichen verbindlichen Details.

Die Stellung der AthletenvertreterInnen innerhalb der Verbandsführungsstruktur eröffnet denjenigen aktive Mitwirkungsmöglichkeit, um die es im Sport geht: den aktiven SportlerInnen.

Der Leistungssport ist angewiesen auf Sportstätten, die den Anforderungen leistungssportlichen Trainings und Wettkampfes genügen. Die hierfür erforderlichen Anforderungsprofile bedürfen fachlich qualifizierter Erarbeitung und Weiterentwicklung.

Eine Mitwirkung in internationalen Führungsgremien ist für die Weiterentwicklung der Sportarten, Wettkampfstrukturen und deren Regelwerke und für die Wahrung verbandsspezifischer Interessen von besonderer Bedeutung.

Hauptattribut 8 - „TrainerInnenqualifizierung“ arrow_drop_down

TrainerInnen stellen eine wesentliche Bedingung der Möglichkeit spitzensportlicher Erfolge dar, weil sie zentral dafür verantwortlich sind, die Leistungsentwicklung ihrer AthletInnen zu steuern. Die Spitzenverbände sind dementsprechend gefordert, Strukturen zu etablieren, die eine optimale Qualifizierung ihres TrainerInnenpersonals ermöglichen. Dazu gehört erstens die konzeptionelle Festlegung und die Umsetzung von Maßnahmen der TrainerInnenqualifizierung, der TrainerInnenrekrutierung und des TrainerInneneinsatzes. Im Rahmen der TrainerInnenqualifizierung sollte insbesondere berücksichtigt werden, dass erfolgreiches TrainerInnenhandeln fachliche, soziale, methodische und strategische Kompetenzen erfordert, die in den Aus- und Fortbildungsangeboten entsprechend zu berücksichtigen sind. Zweitens ist strukturell sicherzustellen, dass die Aufgabe der TrainerInnenqualifizierung im Verband an angemessen qualifizierte und hauptamtlich beschäftigte MitarbeiterInnen gebunden ist. Und drittens ist darüber hinaus ein ExpertInnenteam einzurichten, das sich mit der fortlaufenden Weiterentwicklung der TrainerInnenqualifizierung beschäftigt, die Abstimmung zwischen Spitzenverband und Landesverbänden ermöglicht und die Kooperation zwischen Bundes- und LandestrainerInnen fördert.

Hauptattribut 9 - „Gesundheitsmanagement“ arrow_drop_down

BundeskaderathletInnen können nur dann sportliche Bestleistungen abrufen, wenn sie körperlich und psychisch gesund sind. Eine optimale physiotherapeutische, psychologische und medizinische Betreuung ist neben dem eigenverantwortlichen Handeln der AthletInnen hierfür eine wesentliche Voraussetzung. Dafür muss gewährleistet sein, dass diese Leistungen innerhalb des Spitzenverbandes koordiniert und abgestimmt sind. Dazu bedarf es einer konzeptionellen Festlegung und die Umsetzung von Maßnahmen durch qualifizierte MitarbeiterInnen. Ebenso sind die Verfahrenswege und die Kommunikation mit den AthletInnen fortlaufend zu überprüfen.   

Zur professionellen Betreuung von BundeskaderathletInnen gehört neben einer jährlichen sportmedizinischen Grunduntersuchung und einer sportpsychologischen Basisbetreuung auch die Ernährungsberatung. Darüber hinaus werden die BundeskaderathletInnen durch die tägliche Auseinandersetzung mit Anti-Doping-Richtlinien zeitlich beansprucht. Um die AthletInnen hier zu entlasten, muss der Spitzenverband aktiv über Regularien aufklären, den AthletInnen beratend zur Seite stehen und bei der Bedienung der ADAMS-Plattform unterstützen.   

Zudem muss gewährleistet sein, dass die BundeskaderathletInnen ihren Sport in einem sicheren, physisch und psychisch gewaltfreien Umfeld ausüben können.  

 

Hauptattribut 10 - „AthletInnen- und Umfeldmanagement“ arrow_drop_down

Ein optimales, verlässliches und klar geregeltes Trainings- und Wettkampfumfeld erleichtert den BundeskaderathletInnen die volle Konzentration auf die Erbringung ihrer sportlichen Leistung. Dies gelingt umso besser, je weniger sie sich mit administrativen Sachverhalten auseinandersetzen müssen. Dazu bedarf es einer konzeptionellen Festlegung und der Umsetzung von Maßnahmen.  

Bei der von PotAS initiierten AthletInnenumfrage stellte sich heraus, dass die BundeskaderathletInnen neben einer guten medizinischen und physiotherapeutischen Betreuung vor allem finanzielle Sorgen sowie die Vereinbarung von Sport und Ausbildung (Duale Karriere), die konkrete Organisation und Betreuung bei Wettkampfreisen inklusive transparenter Kader- und Nominierungskriterien sowie eine optimale Trainingsinfrastruktur beschäftigen. Das umfasst neben der Notwendigkeit einer klar benannten und qualifizierten Ansprechperson im Verband, dem/der AthletInnenkoordinatorIn, der/die zu den verschiedenen Themengebieten beratend zur Seite stehen kann, auch eine aktive Verbandsvermarktung. Je besser sich der Verband vermarktet, desto mehr partizipieren die BundeskaderathletInnen finanziell, beziehungsweise können sie durch vermehrte öffentliche Wahrnehmung individuelle Sponsoren gewinnen. Die transparente Übersicht von Rechten und Pflichten von Verband und BundeskaderathletInnen sowie offen kommunizierter Nominierungskriterien tragen zu mehr Planungssicherheit für die AthletInnen im Rahmen ihrer Saison- und Karriereplanung bei. Darüber hinaus unterstützt ein gutes Wettkampfreisemanagement die BundeskaderathletInnen, sich auf die Kernaufgaben bei der Wettkampfvorbereitung zu fokussieren.   

Alle diese Verfahrenswege und die Kommunikation mit den BundeskaderathletInnen sind fortlaufend durch den Spitzenverband zu überprüfen.   

Hauptattribut 11 - „Wissenschaftsmanagement“ arrow_drop_down

Spitzensportliche Erfolge beruhen nicht zuletzt auf einem erfolgreichen Wissenschaftsmanagement, das die Produktion, den Transfer und die Nutzung spitzensportbezogener wissenschaftlicher Erkenntnisse strukturell ermöglicht und fördert. Dazu gehört erstens die konzeptionelle Festlegung und die Umsetzung von wissenschaftlichen Unterstützungsleistungen und von Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie die fortlaufende Sicherung des Erkenntnistransfers. Zweitens ist strukturell sicherzustellen, dass die Aufgabe des Wissenschaftsmanagements im Verband an angemessen qualifizierte und hauptamtlich beschäftigte MitarbeiterInnen gebunden ist. Und drittens ist darüber hinaus ein ExpertInnenteam einzurichten, das sich fortlaufenden mit neuen Wissensbedarfen und Transfermaßnahmen beschäftigt und dabei auch die Zusammenarbeit mit dem Bereich „TrainerInnenqualifizierung“ fördert.